Tobias Preisig
Eigentlich sollten die Stücke, die der Jazzgeiger Tobias Preisig letztes Jahr mit seinem neuen Quartett eingespielt hat, nur so etwas wie Momentaufnahmen werden. Stimmungsbilder, zusammengesetzt aus Eindrücken, die ihm unter anderem Orte in unserer Stadt vermittelt haben. Die «Hardbrücke» zum Beispiel, in deren unmittelbarer Nähe das Konzert stattfindet, das Café «Casablanca» oder das «Lakeside», aber auch Situationen und Emotionen. Doch sie sind mehr: Sie zeigen einen in seinem Stil bereits weit gereiften, eigenwilligen Musikanten, der mit seinem Ensemble klassische, östliche und tief traditionelle Elemente vermischt, Melodien liebt und den Pop nicht verkennt – und dies ohne je zu plauderhaft oder aristokratisch und abgehoben zu wirken. Seine Geige singt, sie schluchzt, sie tanzt, sie jubiliert. Nur zu weit in den Vordergrund schiebt sie sich nie, denn da ist ja noch eine Band, bestehend aus weiteren jungen Schweizer Jazzgrössen, die gleich fühlt und agiert. Für den Stadtsommer-Abend gesellt sich Autorin Laura de Weck hinzu, die sich für ihre Texte aus einem ähnlichen Fundus an Eindrücken bedient.

www.tobiaspreisig.com
Tobias Preisig: Violin /
Stefan Rusconi: Piano /
André Pousaz:
Bass / Michi Stulz: Drums

Gast: Laura de Weck (Autorin)
forward backward